Dominikanische Republik 2017

Nach der Beerdigung von Lucas und nachdem mit dem Tattoo und der Grabplatte alles abgeklärt war, kam das Loch. Das war der Moment, an dem Rio und ich hier raus mussten.

Das Loch kam, die Trauer, und alles mit einer Härte, wie wir uns das nicht hätten vorstellen können. Zu dieser Zeit war ich noch sicher, dass wir auf jeden Fall das Haus und den Garten verkaufen und wegziehen würden. Das Projekt Ruinengarten stand schon fest, es war ja auch mit Lucas abgesprochen, aber es sollte eigentlich ein alter Bauernhof werden, den wir Lucasgarten nennen wollten.

Rio und ich beschlossen, dass wir einige Zeit wegfahren wollten, einfach weil uns die Wände hier erdrückten.

Wir buchten 3 Wochen Dominikanische Republik, weil wir das günstig und “Very Last Minute” im Internet erstehen konnten, und machten uns kurz darauf auf den Weg. Und es hat uns beiden gutgetan.

Es war kein Urlaub, aber die Welt um uns war nach dem Tod von Lucas grau, und wir mussten einfach wieder Licht, Farbe und Sonne suchen, um nicht wahnsinnig zu werden. Das können wir auch jedem, der in einer solchen oder ähnlichen Krise steckt, nur raten: Nimm Dir eine Auszeit und suche wieder die Farbe in Deinem Leben. Sicher, es ist schwer und, anders als die Bilder zu vermitteln scheinen, gab es auch dort viele dunkle Momente.

Trotzdem, es hat uns geholfen, und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, Lucas war bei uns. Außerdem haben wir dort sehr nette Menschen zum Reden kennengelernt.

Lucas hätte es sicher gefallen!

Schlimm war, dass ich nach diesem Urlaub den Satz hören musste: “Da ist der Sohn kaum kalt, da fahren die in Urlaub.” … aber das ist ein anderes Thema.

Bilder aus der Dominikanischen Republik (zum Vergrößern bitte anklicken):

 
 

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